INTENSIVKLASSE(N) der Geschwister-Scholl-Schule

Leitgedanke:

Seit dem Schuljahr 2014/2015 gibt es an der Geschwister-Scholl-Schule eine Intensivklasse, die im Oktober 2014 wegen großem Bedarf um eine zweite Klasse erweitert wurde.

Sie wird von Kindern unserer Schule, aber auch von zugewiesenen Kindern aus Nachbarschulen, bzw. Schulen aus dem Lahn-Dill-Kreis ohne „Deutschkenntnisse“ besucht. Wir unterrichten schon seit Jahren Kinder nicht Deutsch sprachlicher Herkunft und Kinder die als Seiteneinsteiger ohne Deutschkenntnisse nach Niedergirmes kommen. Sie wurden den bestehenden Klassen zugeordnet und zielgleich mit Deutschförderkursen unterrichtet. Seit Frühjar 2014 ist die Anzahl der Seiteneinsteiger rapide angestiegen, sodass wir um ALLEN Schüler/innen gerecht zu werden nach Alternativen suchen mussten.

Nach Hospitationen in der Theodor-Heuss-Schule in Limburg und der Grundschule in Friedberg haben wir ein eigenes Konzept entwickelt und uns als erste Grundschule im näheren Umkreisauf den Weg gemacht, um Kinder nicht Deutsch sprachlicher Herkunft gezielt zu fördern.Damit wird man dem Anspruch nach einer multikulturellen Schule noch mehr gerecht, den gesamten Schulalltag an den Bedürfnissen und Fähigkeiten der Kinder zu orientieren, die diese Schule besuchen: SCHULE MUSS VOM KIND AUSGEHEN!

In den Intensivklassen soll das interkulturelle Lernen gefördert werden. Die Lebenswelten der Kinder sollen im Unterricht berücksichtigt, ihre Herkunftssprache gewürdigt und ein systematisches Deutschlernen im gesamten Unterricht angestrebt werden.

Kinder mit Deutsch als Zweitsprache erwerben diese durch strukturierte Angebote:

  • Der Unterricht bietet den Kindern genügend Zeit und Gelegenheit, korrektes Deutsch zu hören und zu sprechen. 
  • Neben dem mündlichen Spracherwerb wird die Verschriftlichung der Sprache angestrebt. 
  • Grundlegend sind die für den Deutschunterricht verbindlichen Kompetenzbereiche, die inhaltlich in ihrer Umsetzung ausformuliert werden.

Zuerst müssen die Kinder mit der Sprachkultur der deutschen Sprache und ihren Inhalten vertraut werden. Danach werden die Inhalte so behandelt, dass beim Spracherwerb mit Hilfe vorgegebener sprachlicher Muster systematisches Deutschlernen mit entsprechenden grammatischen Strukturen erworben wird.

Diese sollen bis spätestens Ende der Grundschulzeit gefestigt werden, um eine Verbesserung des Schulerfolgs für Migranten zu erreichen.

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